Moxibustion – heilende Wärme

Die Moxibustion, auch Moxa-Behandlung oder kurz Moxen genannt, ist eng verwandt mit der Akupunktur. In China könnte man die Moxibustion als eine "Wissenschaft" für sich betrachten und diese hat auch entsprechenden Stellenwert.

Mittels glimmendem Beifußkraut (Moxakraut) werden Akupunkturpunkte, Meridiane oder kleinere Körperregionen erwärmt, so lange bis eine deutliche Hautrötung auftritt. Dadurch werden Kälte und Feuchtigkeit vertrieben und das Qi bewegt. Beifuß ist eine Heilpflanze, die sowohl in Asien als auch in Europa beheimatet ist. Die Blätter der Pflanze werden getrocknet, gereinigt und dann zu Moxazigarren, -kegeln oder -wolle weiterverarbeitet.

Weitere Informationen über die Wirkung und Anwendungsgebiete allgemein und im Sport findest du hier.

Beifußkraut

Beifuß (lateinisch Artemisia) ist eine Heilpflanze, die sowohl in Asien als auch in Europa beheimatet ist. Die Blätter der Pflanze werden getrocknet und zerrieben, woraus eine Art Wolle entsteht, die Moxawolle. Diese kann entweder individuell geformt werden oder man kauft sie bereits vorgeformt als Moxazigarren oder -kegel.

Was versteht man unter einem "Meridian"?

Meridiane sind unsichtbare Leitbahnen, in denen unser Qi fließt. Sie durchziehen neben den sichtbaren Leitbahnen wie Adern, Lymph- und Nervenbahnen, den ganzen Körper und versorgen ihn so mit den unterschiedlichen Formen des Qi.

In der chinesischen Medizin gibt es 12 Hauptmeridiane, welche beide Körperhälften symmetrisch durchziehen, und eine Vielzahl weiterer Sondermeridiane und Verzweigungen.

Die 12 Hauptmeridiane liegen mehr oder weniger direkt unter der Hautoberfläche, und sind daher leicht durch Druck oder auch Akupunktur zu erreichen. Von den Hauptmeridianen zweigen Äste zum Inneren des Körpers ab. Dadurch kann eine Stimulation an der Körperoberfläche Einfluss auf innere Organe nehmen.

Was versteht man unter dem Begriff "Qi"?

Für das Qi gibt es keinen eindeutigen deutschen Begriff. Wörtlich übersetzt bedeutet es Luft, Dampf, Hauch, Äther sowie Temperament, Kraft oder Atmosphäre. Diese Begriffe sind recht unterschiedlich und spiegeln einen wichtigen Grundsatz der Traditionellen Chinesischen Medizin wieder: Den Grundsatz der Gegensätzlichkeit. Qi kann sowohl sanft sein, als auch kraftvoll, sowohl Yin als auch Yang. Das eine kann ohne dem anderen nicht existieren.

Dementsprechend kann das Qi unterschiedliche Formen annehmen, um eine Vielfalt von Funktionen zu erfüllen - wie zum Beispiel das Nähren von Muskeln, Knochen und Sehnen, die Stärkung der Abwehrkraft, das Ermöglichen und Steuern der unzähligen Vorgänge in unserem Körper, das Nähren der Organe, die Regeneration von Blut und, und, und.

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