Moxibustion – heilende Wärme

Die Moxibustion, auch Moxa-Behandlung oder kurz Moxen genannt, ist eng verwandt mit der Akupunktur. Mittels glimmendem Beifußkraut (Moxakraut) werden Akupunkturpunkte, Meridiane oder kleinere Körperregionen erwärmt, so lange bis eine deutliche Hautrötung auftritt. Dadurch werden Kälte und Feuchtigkeit vertrieben und das Qi bewegt.

pfeil.png Moxa wärmt, löst und stärkt

pfeil.png Anwendungsgebiete

pfeil.png Moxen im Sportbereich

pfeil.png Sanft aber wirkungsvoll

pfeil.png Wann und wie oft

pfeil.png Selbstbehandlung mit der Moxazigarre

pfeil.png Nach der Behandlung


Moxa wärmt, löst und stärkt

Die Moxabehandlung stärkt das Yang im Körper, welches unter Anderem den Aspekten Aktivität, Wärme, Trockenheit und Abwehr entspricht. Sie vertreibt somit Kälte und Nässe, löst Blockaden und unterstützt ganz allgemein den Qi-Fluss. Gemoxt wird vor allem bei Leere- und Schwächezuständen und wenn Kälte und Feuchtigkeit im Spiel ist.

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Anwendungsgebiete

Akute und chronische Schmerzzustände, Rückenleiden, Magen-Darm-Beschwerden, Muskelverspannungen, Erkrankungen des Sehnenapparats und Sportverletzungen lassen sich mit Moxibustion behandeln.

Aus Sicht der Traditionellen Chinesischen Medizin löst Moxibustion Blockaden im Qi-Fluss, beseitigt Kälte und Feuchtigkeit im Körper, und bessert Leere-Zustände. In westlichen Begriffen können sich diese Manifestationen in folgenden Beschwerdebildern äußern:

  • Müdigkeit, Erschöpfung, Schwäche, Schweregefühl
  • Kraftlosigkeit der Muskeln
  • Übermäßiges Schwitzen
  • Gelenksschmerzen, wie zum Beispiel Epicondylitis (Tennisellbogen)
  • Erkrankungen des Sehnenapparates wie Sehnenansatzentzündungen und Sehnenscheidenentzündung
  • Ischialgie, Lumbago (Hexenschuss) und steifes Genick
  • Bandscheibenvorfälle und andere degenerative Wirbelsäulenbeschwerden
  • Muskelverspannungen, -zerrungen und -verhärtungen
  • Sportverletzungen
  • Fersensporn
  • Erkrankungen des Atemsystems
  • Schleudertrauma
  • Kältegefühl, kalte Extremitäten
  • Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts, Neigung zu Durchfall, Appetitlosigkeit, Magenschmerzen
  • Abwehrschwäche/Infektanfälligkeit
  • Ödeme
  • Erkrankungen im Nieren-Blasen-Bereich
  • Frauenkrankheiten - z.B. Zyklusstörungen, hormonelle Störungen
  • Stoffwechselstörungen

Und das ist noch nicht einmal alles...

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Moxen im Sportbereich

Abgesehen von den der Linderung der oben genannten Krankheiten und Problemen, kann Moxen generell zur Erhöhung der Leistungsfähigkeit beitragen. Wenn du das Gefühl hast, im Training nicht vorwärts zu kommen oder wenn du dich schwach fühlst, kann dich eine Moxabehandlung wieder auf die Beine stellen: Die Regeneration wird gefördert und neue Energien zugeführt. Solltest du gar ins Übertraining gekommen sein, ist Moxen als Unterstützung zu den Shiatsubehandlungen fast schon ein Muss.

Speziell im Sport kann Moxa bei Überlastungserscheinungen, Übertraining, körperlicher Überanstrengung, Sportverletzungen, Muskelverspannungen, -zerrungen und -verhärtungen sowie Kraftlosigkeit eingesetzt werden.

Sanft, aber wirkungsvoll!

Auch wenn Moxen eine sanfte Methode ist, kann sie durchaus starke Reaktionen hervorrufen. Nur anhand einer gründlichen Anamnesegespräch und Diagnose nach den Prinzipien der Traditionellen Chinesischen Medizin kann der Therapeut entscheiden, ob eine Moxabehandlung überhaupt die richtige Wahl ist! Bei kontraindizierter Anwendung kann Moxen auch durchaus negative Auswirkungen haben. Solltest du daher das erste Mal in meine Praxis kommen, ist ein vorheriges Anamnesegespräch nötig. Das kann telefonisch erfolgen oder direkt vor der Moxabehandlung.

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Wann und wie oft

Die beste Zeit für das Moxen ist der Vormittag. Je näher der Abend kommt, um so ungünstiger ist die Behandlung. Warum? Weil der Körper abends zur Ruhe kommen sollte, eine Moxabehandlung das Qi aber in Bewegung bringt.

Bei akuten Erkrankungen kann unter Umständen auch schon eine einzelne Moxabehandlung zum Ziel führen. Meist sind jedoch 3-10 Wiederholungen im Abstand von jeweils 1-2 Tagen nötig.

Bei chronischen Erkrankungen ist eine tägliche Anwendung unumgänglich für einen langfristigen Erfolg. Bis zu 3x täglich sollte gemoxt werden. Nach jeweils 10 Behandlungen erfolgt ca. eine Woche Pause.

Selbstbehandlung mit der Moxa-Zigarre

Wie du siehst, ist es für einen guten Behandlungserfolg wichtig, dass du zwischen den Terminen in meiner Praxis auch Moxa-Selbstbehandlungen durchführst. Ich werde dir genau erklären, wo und wie du die Behandlung mittels Moxazigarren selbst durchführen kannst.

Nach der Behandlung

Nach der Moxa-Behandlung sollte nicht sofort Kaltes getrunken werden. Du solltest dich warm anziehen, dich möglichst ausruhen und nicht unmittelbar nach der Behandlung  essen, und wenn doch, dann nur eine kleine warme Mahlzeit - keinesfalls Rohkost! Der Wärmeeffekt soll so lange und so gut wie möglich im Körper gehalten werden.

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