Schröpfen

Die Schröpfbehandlung ist eine Jahrtausende alte Heilmethode. In den meisten Fällen werden mehrere Schröpfköpfe gleichzeitig verwendet. Durch ein mehr oder weniger starkes Vakuum im Schröpfkopf wird ein Reiz auf das darunter liegende Gewebe ausgeübt, wodurch in diesem Bereich die Zirkulation von Blut und Lymphflüssigkeit angeregt wird.
 

ich.jpg

pfeil.png Nähere Informationen zum Schröpfen

pfeil.png Wirkung

pfeil.png Anwendungsbereiche

pfeil.png Wie oft muss behandelt werden?

pfeil.png Gibt es Nebenwirkungen?


leer.png

Nähere Informationen zum Thema Schröpfen

Geschröpft wird über sogenannten Gelosen oder ausgewählten Akupunkturpunkten. Gelosen sind Verhärtungen im Unterhaut- und Muskelgewebe. Sie entstehen einerseits durch Fehlhaltungen des Körpers mit daraus resultierender Muskelüberlastung und -verspannung, andererseits durch minimale Durchblutungsstörungen der kleinsten Blutgefäße (Kapillaren).

Das Schröpfen von Akupunkturpunkten kann mit einer Reflexzonentherapie verglichen werden: Durch Reize an der Körperoberfläche können Prozesse im Inneren des Körpers beeinflusst werden. Über Verzweigungen der Meridiane besteht eine Verbindung zu den inneren Organen wie Leber, Magen, Niere und Darm. Zusammen mit der Haut sind das die wichtigsten Entgiftungsorgane des Menschen. Diese werden in ihrer Arbeit unterstützt und zur Selbstheilung angeregt. Eine Störung eines Organs wirkt sich über die gleichen Verbindungen auch zurück auf die entsprechenden Hautareale aus. Diese sind dann oft schmerzhaft oder es lassen sich Verhärtungen ertasten - die bereits genannten Gelosen.

Bei der Schröpfkopfmassage wird ein einzelnes Schröpfglas wiederholt über einen Körperbereich gezogen. Gegenüber klassischen Massagearten hat sie den Vorteil, dass sie auch tief liegende Gewebeschichten erreicht.

Nach der Behandlung ist es wichtig, die geschröpften Hautbereiche vor Kälte und Zugluft zu schützen, sowie ausreichend Flüssigkeit zu trinken um den Körper beim Abtransport von Giftstoffen zu unterstützen

Zum Seitenanfang

Wirkung

Je nachdem, wie viel Vakuum erzeugt wird, kann man sowohl tonisierend (Energie auffüllend), als auch sedierend (Energie zerstreuend) schröpfen und vor allem auch stagnationslösend.

ich.jpg

Durch den Unterdruck, der auf das Gewebe wirkt, können blaue Flecken entstehen. Je nachdem, wie gut durchblutet das betroffene Gewebe ist, verschwinden diese Hämatome innerhalb weniger Tage oder erst nach bis zu 12 Tagen. Durch regelmäßige Anwendung wird die Durchblutung des Gewebes gefördert, wodurch mit der Zeit nur mehr schwache bis gar keine Hämatome mehr entstehen - das ursprüngliche Problem ist somit ebenso beseitigt.

Der Unterdruck wirkt wie eine Bindegewebsmassage. Die Zirkulation von Qi, Blut und Lymphe wird aktiviert. Dadurch können Stagnationen beseitigt werden, die tief in der Muskulatur liegen. Aus westlicher Sicht wird der schmerzlindernde Effekt durch die Freisetzung von Endorphinen und den verstärkten Abbau von Prostaglandinen (das sind an Entzündungen und Schmerzen beteiligte Lokalhormone) verursacht. Der Stoffwechsel in den Zellen und damit dem Gewebe wird aktiviert, das Immunsystem und die Selbstheilungskräfte angeregt.

 Zum Seitenanfang

Anwendungsbereiche

Im Sportbereich ist Schröpfen hervorragend geeignet, um schlecht durchblutete Muskelverspannungen zu lösen, die zum Beispiel Schmerzen im Schulter-, Nacken- oder Lendenbereich verursachen. Ein weiteres Beispiel sind durch Fehlbelastungen entstandene Verhärtungen in der Oberschenkelmuskulatur, die sich wiederum auf das Knie auswirken können. In den meisten Fällen ist eine sofortige Entspannung spürbar.

Die Behandlung von Beschwerden im Bereich des Bewegungsapparates ist aber nur ein kleiner Teil des Anwendungsbereichs. Durch die Wirkung auf die inneren Organe lassen sich auch Beschwerden im Magen-Darmbereich lindern und Gallenblasenbeschwerden bessern. Auch zur Abwehr von beginnenden Erkältungen und bei Kopfschmerzen und Migräne ist eine Schröpfbehandlung geeignet. Selbst akute Menstruationsschmerzen können schnell gelindert werden.

Zum Seitenanfang

Wie oft muss behandelt werden?

Wie so oft, gibt es auch hier keine allgemeingültige Regel. So individuell die Beschwerden sein können, so individuell ist die Behandlung.

Jedenfalls sollten entstandene Hämatome großteils wieder abgeklungen sein, bevor man auf die selbe Stelle wieder einen Schröpfkopf aufsetzt. Bei chronischen Beschwerden bedeutet das in den allermeisten Fällen eine wöchentliche Behandlung über einen längeren Zeitraum von mehreren Wochen bis Monaten. Bei akuten Beschwerden kann unter Umständen eine Behandlung ausreichen oder in Abständen von wenigen Tagen geschröpft werden, bis die Beschwerden verschwunden sind.

Zum Seitenanfang

Gibt es Nebenwirkungen?

Bei falscher Anwendung kann eine Schröpfbehandlung zu einer Verschlimmerung der Beschwerden führen und mitunter auch heftige körperliche Reaktionen verursachen. Daher gehört auch diese Behandlungsform in geschulte Hände!

Bei der Schröpfkopfmassage, bei der die Schröpfköpfe über größere Körperbereiche gezogen werden und nicht statisch an einem Ort belassen werden, kann es zu einer Art Muskelkater kommen, so wie man ihn vom Sport kennt. Das ist ein gutes Zeichen dafür, dass der Stoffwechsel im Muskel- und Bindegewebe aktiviert wurde. Der Muskelkater ist meistens nach 1-2 Tagen wieder verschwunden. Zur Unterstützung kann ein warmes Bad mit Basenzusätzen genommen werden.

Eine weitere "Nebenwirkung", die aber in der Natur der Sache liegt, ist das schon weiter oben erwähnte Auftreten von Hämatomen (blaue Flecken). Je schlechter das Gewebe vor der Behandlung durchblutet war, desto stärker können diese ausfallen und desto länger dauert es, bis sie wieder verschwinden. Durch mehrmaliges Schröpfen kommt es schließlich zu einer dauerhaft verbesserten Durchblutung des Gewebes und damit zu weniger starken oder gar keinen Hämatomen.

Theme by Danetsoft and Danang Probo Sayekti inspired by Maksimer