Der Leberwickel: Bei Migräne, Müdigkeit und anderem Übel

Ich empfehle den Leberwickel sehr oft und auch gerne, weil er sehr einfach in der Anwendung ist und enorm große Wirkung auf dein psychisches und physisches Wohlbefinden haben kann.

Der Leberwickel entspannt die Leber, fördert ihre Durchblutung und hilft beim Entgiften. Aus Sicht der TCM fördert er die Zirkulation der Energie im Körper, denn die Leber ist für den freien Energiefluss wichtig.

Über einen kurzen Umweg wirkt sich eine entspannte Leber positiv auf die Verdauung aus. Blähungen können verschwinden und ein leicht flauer Magen kann sich beruhigen.

Bei Frühjahrsmüdigkeit und Antriebslosigkeit kann ein Leberwickel auch sehr hilfreich sein.

Auch hilft er vielen meiner Klientinnen bei den ersten Anzeichen einer Migräne. Oft beginnt diese mit nicht enden wollender Müdigkeit am Morgen. Ich selbst beschreibe es mit einer bleiernen Kopfmüdigkeit, bei der auch kein Kaffee hilft, auch nicht in rauen Mengen. Am Besten du legst dich gleich nach dem Aufstehen wieder hin und gönnst dir für 20-30 Minuten einen entspannten Leberwickel, bevor der ganze Tag – im wahrsten Sinne des Wortes – zum Kotzen wird.

Leberwickel Anleitung

Merke dir: Die Leber hat es gern feucht und warm. Daher brauchst du:

  • Ein Gästehandtuch oder einen Waschlappen
  • Eine mit heißem Wasser gefüllte Wärmeflasche
  • Außerdem: 30 Minuten Ruhe, ein Sofa und eventuell eine Decke.

Fülle die Wärmeflasche mit heißen Wasser, aber nicht zu voll, so dass sie sich noch an deinen Körper anpassen kann.

Tauche das Gästehandtuch oder dergleichen in warmes Wasser und wringe es aus.

Mache es dir am Sofa bequem, am Besten liegst du flach.

Lege das feuchte Tuch auf deinen rechten Rippenbogen direkt auf die Haut, darüber kommt die Wärmeflasche.

Schließe nun für 20-30 Minuten die Augen und entspanne dich.

Es kann sein, dass du einschläfst. Der Leberwickel kann daher sehr hilfreich sein, wenn du Einschlafschwierigkeiten hast. Machst du den Leberwickel untertags, stelle dir eventuell einen Wecker.

Achtung, ein paar Hinweise zum Leberwickel

Bei entzündlichen Prozessen im Magen- und Darmbereich bitte nicht anwenden bzw. auf alle Fälle vorab mit deinem Arzt besprechen.

Solltest du durch den Leberwickel Kopfschmerzen bekommen, beende den Wickel. Die Leber entgiftet eventuell zu stark und der Körper ist damit überfordert. Eventuell ist zuerst einmal eine Darmsanierung sinnvoll. Ein intakter Darm spielt ein wichtige Rolle beim Entgiften. Bitte halte Rücksprache mit einem Arzt.

Solltest du ein Stechen im Bereich des rechten Rippenbogens spüren oder dich sonst irgendwie unwohl fühlen, beende ebenso die Anwendung. Eventuell hast du auch die Temperatur der Wärmeflasche zu heiß gewählt.

Leberwickel für die Genauen unter uns

Im Grunde ist die Kombi „heiß und feucht“ schon fast die ganze Miete. Bei Lust und Laune kannst du das Gästehandtuch statt in reines Wasser in einen Schafgarbenaufguss tauchen.

Übergieße dazu einen Esslöffel Schafgarbenkraut mit einem halben Liter kochendem Wasser und lasse das Ganze 5 Minuten ziehen.

Kannst du es einrichten, dann lege dir den Wickel zwischen 13.00 und 15.00 an, den in dieser Zeit ruht die Leber.

Nachdem der Wickel entspannend wirkt, kann er auch abends beim Einschlafen sehr hilfreich sein. Menschen, die nachts immer zwischen 1.00 und 3.00 aufwachen, schlafen bei regelmäßiger Anwendung möglicherweise durch.

Was du sonst noch für die Leber tun kannst

Über die Leber ließe sich ein ganzes Buch schreiben. Oder auch einige Bücher… Hier nur paar generelle Tipps.

Die Leber liebt Bewegung! Und zwar in jeder Hinsicht: Körperlich aber auch in Form von kreativer Betätigung wie Singen, Tanzen, Malen, Schreiben…

Freude entspannt nicht nur die Leber. Vor allem vertreibt Freude Wut und Zorn – zwei Emotionen, welche die Leber vor allem dann stauen, wenn sie unterdrückt werden.

Wut und Zorn rauslassen! Damit ist nicht gemeint, dass du mit deiner Wut andere Menschen verletzt, weder verbal noch körperlich. Es gibt aber genügend Möglichkeiten, die aufgestaute Wut und auch Frust kontrolliert und sinnvoll zu kanalisieren. Ob du auf einen Boxsack eindrischt oder eine Schreitherapie dafür nutzt, bleibt dir überlassen. Mir hilft zum Beispiel regelmäßiges Taekwondo Training. Auch Bioenergetik kann sehr hilfreich sein.

Kräuter. Viele heimische Kräuter unterstützen die Leber in ihren Aufgaben. Es gibt unzählige Leber Detox Tees, Tonikas und Dragees. In den meisten dieser Kräutermixturen finden sich Löwenzahn, Artischocke, Mariendistel, Schafgarbe… Alles was bitter ist, liebt die Leber auch.

Die Leber liebt es grün! Spaziergänge im Grünen sind ideal für die Leber. Am Besten pflückst du dabei auch gleich frischen Löwenzahn. Ein Löwenzahnsalat im Frühling ist eine wirklich köstliche Kur für die Leber. Generell sind alle grünen Nahrungsmittel förderlich für die Leber.

Es gäbe noch so viel mehr über das Thema Leber zu erzählen. Für’s Erste mach ich hier aber mal einen Punkt. 😉 Bitte stelle gerne deine Fragen in Form eines Kommentars. Ich beantworte sie gerne.


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