Was ist Gua Sha?

Gua Sha ist eine volksheilkundliche Heilmethode aus China. Mit einer abgerundeten Kante wird wiederholt über die eingeölte Haut geschabt. Ich verwende dazu einen chinesischen Porzellansuppenlöffel. Ein Deckel eines Gurkenglases kann aber genauso herhalten. So flexibel das Werkzeug ist, so flexibel ist auch die Anwendung. Die Behandlung ist in den allermeisten Fällen schmerzfrei und führt typischerweise zu einer spontanen Erleichterung.

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Für die Anwendung von Gua Sha braucht man keine komplexe medizinische Diagnose. Die Methode ist einfach zu handhaben und mit etwas Übung daher auch von Laien durchführbar (siehe dazu auch hier).

pfeil.png Wirkung

pfeil.png Anwendungsgebiete

pfeil.png Nach der Behandlung

pfeil.png Selbstbehandlung


Wirkung

Dieses Verfahren verursacht eine verstärkte Durchblutung der Haut, wobei auch Einblutungen in die Haut entstehen, und zwar nur dort, wo das Gewebe tatsächlich minderversorgt ist. Im Sinne der Traditionellen Chinesischen Medizin befindet sich in diesen Bereichen eine Blut- bzw. Qi-Stase. je stärker diese Blockaden sind, desto stärker verfärbt sich die Haut. Auch wenn die Reaktion vor allem bei der ersten Anwendung heftig ausfallen kann, so stellt sie weder eine Verletzung der Haut dar, noch ist sie schmerzhaft. Es dauert normalerweise 2 bis 6 Tage, bis diese wieder verschwinden. Nach mehreren Anwendungen ist die Versorgung des Gewebes wiederhergestellt und es entstehen nur mehr wenige bis keine Einblutungen.

Ziel ist es stagnierende Körpersäfte (Blut und Lymphe), die sich in Haut-, Binde- und Muskelgewebe ansammeln und dadurch Schmerzen verursachen können, in Bewegung zu bringen. Stagniertes Blut bedeutet auch ein stagniertes Qi, die beiden sind voneinander nicht zu trennen. Durch das Schaben werden Stoffwechsel und Durchblutung angeregt, das Qi kann wieder frei fließen und die Beschwerden werden gelindert.

Schmerzen werden meist noch während der Behandlung vermindert oder ganz beseitigt. Überschüssige Stoffwechselprodukte werden abtransportiert und die Zellversorgung optimiert. Auch wenn Gua Sha nur an der äußersten Hautschicht ansetzt, so wirkt es auch tiefgreifend bis auf die Organebene. Die Anwendungsgebiete beschränken sich daher nicht nur auf muskuläre Probleme.

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Anwendungsgebiete

Wie schon oben erwähnt, wirkt Gua Sha auf mehreren Ebenen: Oberflächlich auf der Haut, weiter innen auf Bindegewebe und Muskulatur und noch tiefer im Körper auf die Organe. Durch die Anregung des Qi-Flusses kann Gua Sha auch zu einer schnellen Linderung von Kopfschmerzen und Migräne führen.

Ich wende Gua Sha vor allem als begleitende Maßnahme zu Shiatsu an, unter anderem bei folgenden Beschwerden:

  • Schmerzzustände bei Rücken- und Nackenverspannungen
  • Kopfschmerzen und Migräne
  • Abwehr von beginnenden Erkältungen und grippalen Infekten und deren Ausheilung
  • Stärkung der Abwehrkraft bei regelmäßiger Anwendung
  • Begleitbehandlung von Allergien und Erkrankungen innerer Organe

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Nach der Behandlung

Nach einer Gua Sha Behandlung ist es wichtig, keine körperlich anstrengenden Tätigkeiten zu verrichten. Da die Poren der Haut nach dem Schaben weit geöffnet sind und äußere Einflüsse leicht eindringen können, dürfen geschabte Stellen weder direkter Sonne, noch Kälte und Wind ausgesetzt werden. Auch schwimmen solltest du für 1-2 Tage vermeiden.

Sobald die Hautrötungen großteils abgeklungen sind, kann eine neuerliche Behandlung erfolgen, so lange, bis keine Hautrötungen mehr zu Tage kommen.

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Selbstbehandlung

Die Anwendung von Gua Sha ist von jedermann leicht erlernbar. Vorkenntnisse in Chinesischer Medizin sind zwar hilfreich, aber nicht unbedingt notwendig. Da eine wiederholte Anwendung innerhalb weniger Tage sinnvoll ist, erkläre ich dir gerne die Anwendung für zu Hause. Alles was du brauchst ist etwas Öl, ein Porzellanlöffel oder ein Deckel eines Gurkenglases und jemand, der sich eine solche Behandlung zutraut – am Besten du nimmst diese Person zum nächsten Termin bei mir mit. Ich erkläre dann gerne euch beiden die Anwendung.

Wichtig ist, dass du erst wieder dann schaben lässt, wenn die Hautrötungen großteils abgeklungen sind.

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